
Kirchehrenbach. Volles Haus bei der Vernissage des Forchheimer Künstlers Harald Hubl: Im Wirtshaus der Familie Sponsel war kaum noch ein Platz frei, als der Kunst- und Kulturverein Kirchehrenbach zur Ausstellungseröffnung eingeladen hatte. Kunstinteressierte aus Kirchehrenbach und Umgebung wollten sich den Abend nicht entgehen lassen.
Fritz Sponsel, Vorsitzender des Kunst- und Kulturvereins, begrüßte Hubl als „alten Freund des Hauses“. Der Künstler selbst fühlte sich sichtlich wohl und verriet dem Publikum, dass er sich hier im Wirtshaus „wie in seinem Wohnzimmer“ fühle. Entsprechend groß sei seine Freude, gerade hier seine Arbeiten zeigen zu können.
Viel erklären wollte Hubl zu seinen Bildern allerdings nicht. Nach einigen kurzen Einblicken in seine Zeichen- und Maltechnik schickte er die Besucher lieber selbst auf Entdeckungsreise: Sie sollten sich die Bilder anschauen und ihre eigenen Eindrücke gewinnen.
Und zu entdecken gibt es einiges. Die Motive reichen von der fränkischen Heimat mit Kellerwald und Walberla bis in den Süden. Der Lago Maggiore und der Gardasee finden sich ebenso wieder wie Venedig, das es Hubl besonders angetan hat. Der ehemalige Leiter der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg malt dabei keine fotografischen Abbilder. Seine Bilder geben persönliche Eindrücke, Stimmungen und Erinnerungen wieder.
Wer selbst schon vor diesen Landschaften und Stadtansichten gestanden hat, erkennt vieles wieder – allerdings auf ganz eigene, typische Hubl-Art.
Für die passende musikalische Begleitung sorgten die „Locals“ Wolfgang Harrer, Andreas Ringel und Werner Friedrich. Vom „Frankenlied“ bis zur „Strada del Sole“ reichte ihr Repertoire und passte damit bestens zu den Bildern. Die ausgelegten Liedtexte machten aus den Zuhörern kurzerhand Mitsänger.
So wurde die Vernissage schließlich zu einem rundum gelungenen Wirtshausabend: Kunst an den Wänden, Musik im Raum, dazu gute Stimmung und fränkische Geselligkeit. Viel mehr kann man sich von einem Abend beim Kunst- und Kulturverein Kirchehrenbach eigentlich kaum wünschen.

